Weiterbildung in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Minimalinvasive Chirurgie

Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Minimalinvasive Chirurgie verfügt über folgende Weiterbildungsbefugnisse:
Common Trunk - 24 Monate, gemeinsam mit der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Alterstraumatologie
Viszeralchirurgie - 72 Monate
Zusatzweiterbildung Proktologie - 12 Monate

Die Klinik bieten Ihnen mit einem breiten OP-Spektrum, modernen Techniken und Verfahren und individueller Förderung attraktive und zukunftsorientierte Möglichkeiten zur Facharztweiterbildung. Sie erwarten ein kollegiales Team, gezielte Nachwuchsförderung und eine enge Zusammenarbeit der beiden chirurgischen Kliniken, die Ihre chirurgische Ausbildung breit gefächert, fachlich fundiert und teamorientiert gestalten.

Curriculum Common Trunk

1. Ausbildungsjahr

  • Grundlegende chirurgische Untersuchungstechniken
  • Durchlaufen des internen Curriculums: „Dienstfit in 6 Wochen“
  • Feedbackgespräch und Briefing vor dem 1. Dienst mit den Mentoren
  • Reanimationsschulung
  • Einschätzung von Notfallsituationen und Erlernen entsprechender Diagnostik
  • Anamnese, klinische Untersuchung, Röntgen- und Ultraschalldiagnostik
  • Absolvierung Fachkunde Strahlenschutz
  • Teilnahme an internen Fortbildungen
  • Grundfertigkeiten des chirurgischen Handelns (Wundversorgung, Reposition,Gipsanlagen, Verbandstechniken, Röntgenanforderungen)
  • Proktologische Untersuchung
  • Einweisung in Transfusions- und Hygienerichtlinien
  • Eigenständige Einschätzung der Krankheitsverläufe (Visiten, Dokumentationen, Arztbriefe)
  • Operative Assistenzen, ggf. Operationen von kleineren und mittleren Eingriffen, operative Eingriffe geringeren Schwierigkeitsgrades z.B. Materialentfernungen, Arthroskopien, Portanlage, Abszessexzision, LK Exstirpation, kleinere Proktologische Eingriffe, ersten Schritte der Laparoskopie, Trokarplatzierung, Wunddebridement
  • Umgang mit Arbeits- und Wegeunfällen
  • Arztbriefschreibung
  • Umgang mit den Behandlungspfaden (SOPs) der Viszeralchirurgie und der Unfallchirurgie
  • Medikamentenplan, Behandlungspfade, Physiotherapie

2. Ausbildungsjahr

  • Durchführung der Indikationssprechstunde und der OP Aufklärungsgespräche
  • Vertiefung der Triagierung in der Notaufnahme
  •  Vertiefung der Kenntnisse in Führung, Betreuung und Behandlung stationärer Patienten
  • Durchführen kleinerer Eingriffe unter Anleitung, Erlernen von Infiltrationstechniken
  • Assistenzen bei mittleren und größeren Eingriffen
  • Operationen mittlerer Eingriffe, z.B. Explorative Laparoskopie, laparoskopische Appendektomie, Hernienchirurgie, laparoskopische Cholezystektomie, Arthroskopie, Osteosynthesen kleinerer Frakturen
  • Betreuung der chirurgischen Patienten auf Intensivstation
  • Mitbetreuung der Proktologischen Sprechstunde
  • ERAS Protokoll nach abdominalchirurgischen Eingriffen
  • Diagnostik und Therapie septisch-chirurgischer Krankheitsbilder
  • DRG Codierung
  • Kenntnisse der Krankenhausökonomie (DRG, Fallkostenpauschale, Casemix, Casemix-Index, Abschläge, Zuschläge)
  • Entlassungsmanagement
  • Führen von Angehörigengespräche
  • Grundlagen und Organisation der Patientenbetreuung im Alterstraumatologischen Zentrum
  • Prinzipien der Gutachtenerstellung (Rentengutachten/Formulargutachten)

Curriculum Viszeralchirurgie

1. Ausbildungsjahr

Ambulanz, Station und OP:

  • Anamnese, klinischeUntersuchung, Röntgen- und Ultraschalldiagnostik Abdomen, Retroperitoneum, Schilddrüse, Gefäßsystem
  • Verfeinern der Grundfertigkeiten des chirurgischen Handelns
  • Geräteeinweisung und Einführung Videoendoskopisches Equipment im OP
  • Übungen am Pelvitrainer (Lübecker Toolbox)
  • Durchführen viszeralchirurgischer Eingriffe unter Anleitung: Diagnostische Laparoskopie, Leistenhernien und Nabelhernienversorgung, Appendektomie, Cholezystektomien, Weichteileingriffe, Proktologische Eingriffe
  • Beurteilung von CT- und MRT-Bildern

2. Ausbildungsjahr

  • Betreuung und Behandlung stationärer und intensivmedizinischer Patienten erhöhter Schwierigkeitsgrade
  • Durchführen mittlerer Eingriffe unter Anleitung: Komplexere Proktologische Eingriffe, Teilschritte bei komplexeren Eingriffen (Linearstapler bei Darmeingriffe, Zugang bei Laparotomien), Laparoskopische Mobilisation des Darms, 1. Assistenz bei mittleren und größeren Eingriffen
  • Durchführung einer Indikationssprechstunde unter Anleitung
  • Laparoskopie Kurs I (CAMIC Modul)

3. Ausbildungsjahr

  • Durchführen von mittleren und schwereren operativen Eingriffen unter Anleitung: Teilschritte Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie, kleinere Darmeingriffe, kleinere Mageneingriffe (z.B. offene PEG Anlage), Adhäsiolyse, Notfalleingriffe (z.B. Ileus und abdominelle Traumata), größere Weichteileingriffe
  • Laparoskopie Kurs II (CAMIC Modul)
  • eigenständige Betreuung einer Allgemein- und Viszeralchirurgischen Station inklusive Visite
  • Teilnahme an den viszeralchirurgischen Kongressen der DGCH und DGAV

4. Ausbildungsjahr

  • Durchführen größerer Operationen unter Anleitung, z.B. Schilddrüsen- bzw. Nebenschilddrüsen- und Nebennierenoperationen, Darmeingriffe (Stomaanlage, Dünndarm- und Dickdarmresektion), laparoskopische IPOM Technik bei größeren Narbenbrüchen mit Bauchdeckenrekonstruktion, laparoskopische Fundoplicatio mit Hiatoplastik und Fundophrenicopexie, Thoraxchirugische Eingriffe, selbständige Versorgung komplexerer Patienten nach Facharztstandard
  • Hospitationskurse Minimalinvasive Chirurgie
  • eigenständiges Durchführen von Gutachten

Zusatzqualifikationen

Darüber hinaus haben Sie als angehender Facharzt (w/m/d) die Möglichkeit, Zusatzqualifikationen zu erwerben und an umfangreichen Fortbildungsmöglichkeiten teilzunehmen:

  • Erwerb Fachkunde Strahlenschutz
  • Sonografiekurs (Abdomen und Gelenke)
  • Teilnahme an klinikinternen (2x wöchentlich) und externen Fortbildungsveranstaltungen
  • Literaturstudium
  • Ggf. BDC Kurs „Common Trunk“
  • Angebote der Fort- und Weiterbildungsabteilung der Stiftung der Cellitinnen e.V.
  • Teilnahme an den M&M Konferenzen 1 x /Quartal
  • Kennenlernen des CIRS Systems
  • Training und Zertifikat an der Lübecker Toolbox (Laparoskopie Trainer)

Für die Facharztweiterbildung Viszeralchirurgie zusätzlich:

  • Anleitung der CTAs und der Assistenten in der Basischirurgie
  • Teilnahme an Laparoskopie-Kursen (CAMIC Curriculum Mininmalinvasive Chirurgie, Module I bis IV)
  • Besuch von Fortbildungsveranstaltungen im Bereich der Viszeralchirurgie 1-2 x jährlich
  • Hospitationskurse Minimalinvasive Chirurgie

Die Mitarbeiterzufriedenheit in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Minimalinvasive Chirurgie ist nachweislich hoch - daher trägt die Klinik das Siegel "TreatFair Top Abteilung 2021"

Bewertungsprofil der Allgemein- und Viszeralchirurgie im Hildegardis Krankenhaus bei TreatFair